A.W. Faust | sinai, Berlin

A.W. Faust | sinai architekten, Berlin
Dipl. Ing. Landespflege, Freier Landschaftsarchitekt | Wettbewerb Bundesgartenschau Heilbronn 2019

Name, Vorname Adolf Walter Faust
Geburtsdatum, Ort 08.10.1964, Schongau / Obb.
Ausbildung, Akademischer Titel Dipl. Ing. Landespflege, Freier Landschaftsarchitekt
Position, Büro, Organisation Partner und GF im Büro sinai, Berlin
Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH

 

wichtige berufliche Stationen

1983-85 Gärtnerausbildung Baumschule Wörlein
1988-94 Studium Landespflege TFH Berlin
2001 Gründung sinai.exteriors
2006 sinai. mit Bernhard Schwarz und Klaus Schroll

 

Wichtige Werke, Bauten Schriften, etc.

2012 Gedenkstätte Berliner Mauer / Bernauer Straße
2012 Gedenkstätte Bergen Belsen
2010 Landesgartenschau Ascherleben
2011 Natur in Kitzingen / Main
2013 Hafenpark Frankfurt / Main

 

Verbindung zur Stadt Heilbronn

1. Preis Landschaftsplanerischer Wettbewerb BUGA Heilbronn
Mai 2011 (mit Büro Machleidt + Partner, Berlin)

 

Seit 2012 in Heilbronn planerisch tätig zu

Freiräumen der Bundesgartenschau 2019
Städtebauliche Studien im Umfeld des Planungsumgriffs (mit Büro Machleidt + Partner, Berlin)

 

Statement zur bisherigen Entwicklung
Natürlich ist Heilbronn nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs eine Stadt des Wiederaufbaus. Die Abfolge der städtebaulichen Leitbilder führte dabei nicht zu einem konsistenten Raumbild der Stadt. Auch wenn einzelne Bauten wie auch Stadträume von guter Qualität sind: gerade die Dominanten sind geprägt von Brüchen und Maßstabssprüngen. Wie in vielen anderen Städten führte funktionale Entflechtung, sektorales Planen und das Leitbild der autogerechten Stadt zu einer Vielzahl von Barrieren und Resträumen. Es ist Zeit für eine kritische Revision, in der man Stadt stärker als ganzheitliches Gebilde zu verstehen versucht.

Gegenstand unserer Arbeit ist der „Talraum“ zwischen Neckarkanal und Alt-Neckar. Er stellt eigentlich den landschaftlichen Kernbereich Heilbronns dar. Lange Zeit wurde er im Bereich der Hafennutzungen als Gebrauchsraum interpretiert. Die Bündelung der Verkehrstrassen entlang der Ufer führte zu einer extremen Fragmentierung und Entwertung des Raumes. Ein riesiges Potential mit einem riesigen Umstrukturierungsbedarf. Es ist zu begrüßen, dass Heilbronn diese heutige Leerstelle mit innerem Wachstum als Impulsraum angeht.

Erwartungen an die Zukunft
Das Leben in der Stadt ist gegenüber dem Wohnen in den Vororten sicher nachhaltiger und zukunftsfähiger. Wir freuen uns über den Ansatz der inneren Reurbanisierung Heilbronns. Eine ganzheitliche Kultur des Stadtraums macht dabei die Lebenswelt „Stadt“ entscheidend attraktiver. Hier kann die Bundesgartenschau 2019 die wesentlichen Impulse setzen. Ihr Thema ist eben nicht der eine Park oder Grünzug sondern ein Geflecht von Räumen unterschiedlichsten Charakters. Zusammengenommen kann man aber vom Neckartal als der inneren Landschaft Heilbronns sprechen. Wenn man sie als fließendes Ganzes betrachtet, kann es gelingen Barrieren zu überwinden und Heilbronn so etwas wie ein neues Antlitz zu geben.

Natürlich sehen wir dies nicht wieder als isolierte Einzelaufgabe der Landschaftsarchitektur, sondern als Modellprojekt in dem die stadtprägenden Disziplinen und Akteure versuchen ein Stück Stadt als vernetztes Ganzes gemeinsam zu entwickeln. Und vielleicht entwickelt sich die genannte Kultur des Stadtraums als ein Anspruch an die Stadt Heilbronn insgesamt.


Sonstige Kommentare

Die Auseinandersetzungen mit den städtebaulichen Strukturen der Nachkriegsmoderne (und folgenden) ist eine universelle Aufgabe in vielen Städten Deutschlands und vielleicht für viele Jahre eine der entscheidenden städtebaulichen und freiraumplanerischen Herausforderungen. Der qualitative „upgrade“ unserer Städte wird gegenüber Neuprojekten eine herausragende Rolle spielen. Auf diesem Feld sollte Heilbronn durchaus den Ehrgeiz entwickeln Pilotfunktion zu übernehmen.

 

One Comment

  1. Hi lieber Adolf
    Wir haben uns auf der Podiumsdiskussion in Heilbronn , Büro Mattes/Sekiguchi kennengelernt. War ein spannender Abend und erschien mir wie ein frischer Wind in der Stadt. Hast du eine Idee bei wem ich bzgl. der Planung für die Buga und meiner Kunst vorsprechen kann? Ich denke Herr Faas ist der Richtige ?
    Solltest du die Zeit finden schau dir doch mal meine Seite an. Vielleicht gibt es spannende Schnittpunkte in unserer Arbeit.

    Ich freue mich von dir zu hören. Solltest du in Heilbronn sein, komm auf einen Kaffee im Atelier vorbei.

    Sonnige Grüße

    Micha Hieronymus

    http://michaelhieronymus.de

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